Tabelle zur Nährstoff-Verfügbarkeit bei Cannabis Idealer pH-Wert für Erde (6,0-6,8) und Hydroponik (5,5-6,1) im direkten Vergleich.

PH-Wert und EC-Wert verstehen: So fütterst du deine Hanf Jungpflanzen richtig

Wer frisch in die Pflanzenwelt einsteigt, sieht sich schnell mit Begriffen wie pH-Wert und EC-Wert konfrontiert. Das klingt im ersten Moment nach trockenem Chemie-Unterricht, ist aber in der Praxis das absolute Geheimnis für ein gesundes, kräftiges Grün.
Da unsere Hanf Stecklinge im robusten 1 L Topf bei dir ankommen und von dir nach der Ankunft in ihre neue, größere Heimat umgetopft werden, werfen wir heute mal einen ganz entspannten Blick darauf, was diese beiden Werte eigentlich bedeuten und warum das sture Einhalten des Düngeschemas dir eine Menge Ärger erspart.
Der pH-Wert: Der Türsteher für die Nährstoffe
Stell dir den pH-Wert wie einen Türsteher vor. Er entscheidet, ob die Nährstoffe in der Erde überhaupt an die Wurzeln deiner Zierpflanze herangelassen werden. Ist der Wert zu hoch (basisch) oder zu niedrig (sauer), blockiert das die Pflanze. Du kannst dann so viel düngen, wie du willst – die Wurzeln können die Nahrung einfach nicht aufsaugen. Die Folge sind Mangelerscheinungen und gelbe Blätter.
  • Weniger pH-Wert im Wachstum: Ein wichtiges botanisches Detail für deine Zierpflanzen ist, dass sie in der vegetativen Phase (Wachstumsphase) einen etwas niedrigeren pH-Wert bevorzugen als in der späteren Phase. Im Wachstum benötigt die Pflanze vor allem Stickstoff, um kräftige Blätter und Triebe zu bilden. Dieser Nährstoff wird bei einem etwas niedrigeren, saureren Wert optimal aufgenommen.
  • Der Wohlfühlbereich auf Erde: Für deine Hanf Jungpflanzen liegt der ideale pH-Wert im Wachstum daher im Bereich von 6,0 bis 6,2. Erst in späteren Entwicklungsstadien darf der Wert leicht ansteigen (auf bis zu 6,5 oder 6,8).
  • Unser Tipp: Normales Leitungswasser hat oft einen pH-Wert von über 7,5 oder 8,0. Besorg dir ein einfaches pH-Messgerät (oder Teststreifen) und reguliere das Gießwasser bei Bedarf ganz sanft mit biologischen pH-Senkern nach unten.
Der EC-Wert: Die Messlatte für den Dünger
Der EC-Wert misst die elektrische Leitfähigkeit des Wassers und sagt dir kurz gesagt: „Wie viel Düngesalze sind aktuell im Gießwasser gelöst?“
  • Der Wohlfühlbereich für Jungpflanzen: Junge Stecklinge sind wie Babys – sie vertragen noch keine schweren, deftigen Mahlzeiten. In der reinen Wachstumsphase bevorzugen die jungen Zierpflanzen einen eher niedrigen bis moderaten EC-Wert (meist zwischen 0,8 und 1,2 mS/cm), je nachdem, wie stark dein Leitungswasser ohnehin schon ist. Zu viel Dünger verbrennt die feinen Wurzeln sofort.
Das goldene Gesetz: Halte dich strikt an das Düngeschema!
Jetzt kommt der wichtigste Rat, den wir dir als Gärtner mit auf den Weg geben können: Experimentiere nicht wild herum, sondern halte dich bitte strikt an das Düngeschema des jeweiligen Herstellers.
Die Hersteller von Pflanzendüngern haben jahrelang geforscht, um die perfekte Balance aus Stickstoff, Phosphor, Kalium und Mikronährstoffen für jede Phase zu finden.
  • Mehr ist nicht gleich mehr: Wenn du denkst „Ich gebe der Pflanze mal die doppelte Menge, dann wächst sie schneller“, erreichst du genau das Gegenteil. Du überdüngst die Erde, der EC-Wert schießt in die Höhe und die Pflanze geht im schlimmsten Fall ein.
  • Weniger Risiko: Wer sich an die Tabellen hält und im Zweifel bei frisch umgetopften Stecklinge erst einmal vorsichtig startet, ist auf der sicheren Seite. Hochwertige, frische Erde im neuen Topf bringt meistens ohnehin schon eine gewisse Grundbefeuerung an Nährstoffen mit, weshalb man mit zusätzlichem Dünger anfangs immer behutsam umgehen sollte.
Gieß deine grünen Mitbewohner also mit Köpfchen, behalte den pH-Wert im Auge und vertraue dem Düngeschema – deine Pflanzen werden es dir mit einem vitalen, gesunden Wuchs danken!
„Hinweis: Unsere Hanfstecklinge werden ausschließlich als Zierpflanzen verkauft. Der Anbau von Cannabis zur Suchtgiftgewinnung ist in Österreich gesetzlich verboten. Bitte beachten Sie die jeweiligen Gesetze Ihres Landes. Weiters geben wir keine Beratung oder Anleitungen zur Einleitung der Blüte oder Ernte von Cannabis.“
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